Wie Schwarzwurst auf Zitronentörtchen
Audi stinkt.
Peinlich und schwanger sind verschiedene Dinge

Diese Selbstverständlichkeit hat Parker Pens schmerzlich erfahren. Der traditionsreiche Stifthersteller warb damit, dass seine Füllfederhalter nicht in der Hemd- oder Jackentasche auslaufen und einen peinlichen Fleck verursachen. Im englischen Original funktionierte die Werbeaussage sehr gut:
„It won’t leak in your pocket and embarrass you.“
Doch beim Auftritt in spanischsprachigen Ländern hat ein falscher Freund Probleme verursacht. Wegen der scheinbaren Nähe von „embarrass“ (Englisch für „in eine peinliche Lage bringen“) und „embarazada“ (Spanisch für „schwanger“) lautete die Aussage:
„Er wird nicht in Ihrer Tasche auslaufen und Sie schwängern.“
Daher gilt besonders bei Slogans: Lassen Sie die Übersetzung von Profis erstellen. Das erspart Ihnen peinliche Momente.
Nid wyf yn y swyddfa ar hyn o bryd. Anfonwch unrhyw waith i’w gyfieithu.
Babys schwimmen in Pfirsichen auf dem Fluss zu ihren Eltern.

Das klingt wie eine skurrile Polizeimeldung, ist in Japan aber das gängige Narrativ, wo Kinder herkommen. Denn es ist falsch anzunehmen, dass die Kinder überall der Storch bringt.
Pampers hat diesen Fehler gemacht. Das Windelunternehmen von Procter & Gamble hat angenommen, die Folklore mit dem kinderbringenden Storch sei weltweit gängig. Also zierte auch die Kampagne für Japan ein Vogel, der junge Eltern mit Wegwerfwindeln beglückt.
Doch dort erzählt man sich etwas anderes. In Japan kommt der Nachwuchs in großen Pfirsichen, die auf dem Fluss schwimmen, zu den wartenden Eltern. Die komplette Kampagne und das Packungsdesign haben nicht funktioniert.
Das zeigt mal wieder, wie wichtig es ist, den kulturellen Kontext beim internationalen Marketing mitzudenken.


